PDF Workshop Manual Suzuki Ignis RG413 RG415 - 2 MB
This is a German-language supplement to the main workshop manual for the Suzuki Ignis, models RG413 and RG415.
It contains specific updates and additional service information pertinent to these models.
Technicians should use this document in conjunction with the base workshop manual for complete repair and maintenance procedures.
It is a vital resource for working on these specific Ignis variants.
PDF Viewer
Viewer loads when you scroll here
SHARE THIS MANUAL
Download the PDF Manual
PDF viewer loading area
Text Preview from This Manual
The text below was extracted from the visible preview pages to help you confirm the manual contents before download.
--- Page 1 ---
25 mm
ANHANG ZUM WERKSTATT-HANDBUCH 99501-80G10-01G
ANHANG ZUM WERKSTATT-HANDBUCH
VERWENDN SIE DIESES HANDBUCH ZU-
SAMMEN MIT DEN IM VORWORT BEZEICH-
NETEN WERKSTATT-HANDBĂśCHERN.
99501-80G10-01G
Printed in Japan
--- Page 3 ---
ALLGEMEINES 0A-5
Verwendete AbkĂĽrzungen und Symbole in diesem Handbuch
AbkĂĽrzungen
ABS Antiblockiersystem EFE-Heizung Kraftstoffvorwärmung (positiver
ATDC n.OT Temperaturkoeffizient, PTC-Hei-
API American Petroleum Institute zung)
ATF AutomatikgetriebeflĂĽssigkeit E EPS Elektronische Servolenkung
ALR RĂĽckhalteautomatik EVAP Tankdunst-RĂĽckhaltesystem
A AC Wechselstrom EVAP- Aktivkohlebehälter des Tankdunst-
A/T Automatikgetriebe Kohlebehälter Rückhaltesystems (Kohlebehälter)
A/C Klimaanlage F 4WD Allradantrieb
ABDC n.UT GEN Lichtmaschine
G
A/F Luft/Kraftstoff-Gemisch GND Masse
A-ELR Automatische Gurtaufrollvorrichtung HC Kohlenwasserstoffe
H
B+ Positive Batteriespannung (Pluspol) HO2S Beheizte Lambdasonde
B BTDC v.OT IAC-Ventil Leerlauf-Steuerventil (Leerlaufdreh-
BBDC v.UT zahl-Steuerventil, Leerlaufluft-
CKT Schaltkreis Steuerventil)
CKP-Sensor Kurbelwinkelsensor IAT-FĂĽhler Ansaugluft-TemperaturfĂĽhler (Luft-
I
temperaturfĂĽhler, ATS)
CMP-Sensor Nockenwellensensor ICM Wegfahrsperren-Steuermodul
IG ZĂĽndung
C CO Kohlenmonoxid ISC-Regler Regler fĂĽr Leerlaufsteuerung
CPP-Schalter Kupplungspedal-Positionsschalter LH Links
(Kupplungsschalter) L
LSPV Lastabhängiger Bremskraftverteiler
CPU Central Processing Unit, Zentralein- MAF-Sensor Luftmengenmesser
heit (Luftstromsensor, AFS, AFM)
CRS KinderrĂĽckhaltesystem MAP-Sensor Luftmengenmesser-Sensor
DC Gleichstrom (Luftsensor, AFS, AFM)
DLC DatenĂĽbertragungsanschluss Max Maximum
(Diagnoseanschlussverbindung, M MFI Multiport-Kraftstoffeinspritzung
ALDL, Anschluss fĂĽr serielle Daten- (Multipoint Fuel Injection)
leitung, SDL)
MIN Minimum
D
DOHC Zwei obenliegende Nockenwellen MIL Motorwarnleuchte
DOJ Doppelversatzgelenk (“WARTUNGSHINWEIS”-Leuchte)
DRL Tagfahrlichtsystem M/T Schaltgetriebe
DTC Diagnosestörungscode N NOx Stickoxide
(Diagnosecode) OBD On-Board-Diagnosesystem
EBCM Elektronisches Brems-Steuer- (Selbstdiagnosefunktion)
modul, ABS-Steuermodul O O/D Overdrive
EBD Elektronische Bremskraftverteilung OHC Obenliegende Nockenwellen
ECM Motorsteuermodul O2S Lambda-Sonde
E ECT-FĂĽhler KĂĽhlmittel-TemperaturfĂĽhler PNP Park-/Leerlauf-Position
(Wassertemperatur – Fühler, WTS) P/S Servolenkung
EGR AbgasrĂĽckfĂĽhrung P PSP-Schalter Servolenkungs-Druckschalter
EGRT-FĂĽhler EGR-TemperaturfĂĽhler (P/S-Druckschalter)
(Abgas-TemperaturfĂĽhler, REGTS) PCM Steuermodul des Antriebsstrangs
--- Page 4 ---
WARTUNG UND SCHMIERUNG 0B-7
1) Die Ablassschraube herausdrehen, um das Ă–l abzulassen.
2) Nach dem Ablassen des Ă–ls die Ablassschraube reinigen. Die
Ablassschraube hineindrehen und mit dem angegebenen
Anzugsmoment festziehen.
Anzugsmoment
Ă–lablassschraube (a): 50 Nm (5,0 kpm)
3) Den Ă–lfilter mit einem FilterschlĂĽssel lockern (Spezial-
werkzeug).
Spezialwerkzeug
(A) : 09915-47330
ZUR BEACHTUNG:
Vor dem Einsetzen eines neuen Ă–lfilters den O-Ring mit Ă–l
bestreichen. Zu diesem Zweck Motoröl benutzen.
4) Den neuen Ă–lfilter per Hand aufschrauben, bis dessen O-Ring
die Passfläche berührt.
VORSICHT:
Um den Ă–lfilter richtig anzubringen, muss darauf geachtet
werden, dass der O-Ring auf der Passfläche des Filterflan-
sches voll aufliegt.
5) Den Ă–lfilter (1) mit einem Ă–lfilterschlĂĽssel (2) um eine weitere 3/
4–Drehung anziehen.
Anzugsmoment
Ă–lfilter (b) : 14 Nm (1,4 kpm) (als Bezugswert)
--- Page 5 ---
KLIMAANLAGE (SONDERAUSSTATTUNG) 1B-3
Allgemeines
Hauptkomponenten und Einbauort
[A]: außer Sportmodell 5. Förderschlauch 11. Fußraumbelüftung 17. A/C–Kältemitteldruckschalter
[B]: Sportmodell 6. Ansaugleitung 12. Entfrosterluft 18. Niedrigdruck–Befüllventil
1. Kühleinheit 7. Kondensator–Auslasslei- 13. Gebläseluft 19. Hochdruck–Befüllventil
tung
2. Kompressor 8. Kältemittelleitung 14. Frischluft 20. Schauloch
3. Kondensator–Baugruppe 9. Expansionsventil 15. Umwälzluft
4. Sammelbehälter/Trockner 10. Innenraumbelüftung 16. Heizungseinheit
--- Page 6 ---
KLIMAANLAGE (SONDERAUSSTATTUNG) 1B-13
Wertetabelle der ECM–Spannung für A/C–Klimaanlage (Sportmodell)
Klemme Kabel Schaltkreis PrĂĽfmasse Normaler Wert PrĂĽfbedingung
Folgende Bedingungen erfĂĽllen:
• Gebläseregler ON
A/C-Kompressorkupp- 0–1V • A/C-Schalter ON
Motormasse
C41-1 PNK/BLK lung und Kondensa- • laufender Motor
(Abb. B)
torlüfterschalter • A/C-Drucksensor ON
AuĂźer der oben genannten Bedingung bei laufendem
12 – 15 V
Motor
Hauptstromversor- Motormasse
C41-5 BLK/RED 10 – 14 V Zündung auf ON bei laufendem Motor
gung fĂĽr ECM (Abb. B)
Hauptstromversor- Motormasse
C41-6 BLK/RED 10 – 14 V Zündung auf ON bei gestopptem Motor
gung fĂĽr ECM (Abb. B)
Motormasse 0,5 – 1,2 V Zündung auf ON bei gestopptem Motor
C41-10 BRN/WHT Hauptrelaissteuerung
(Abb. B) 10 – 14 V Zündschalter auf OFF
AuĂźer der oben genannten Bedingung bei laufendem
10 – 14 V
Motor
Folgende Bedingungen erfĂĽllen:
Eingangsspannung Motormasse
C41-16 YEL/GRN • Gebläseregler ON
des A/C-Schalters (Abb. B)
0–1V • A/C-Schalter ON
• laufender Motor
• A/C-Drucksensor ON
Motormasse
C42-1 BLK/ORN Masse für ECM –0,5 – 1 V Laufender Motor
(Abb. A)
ECM-Masse fĂĽr Motormasse
C42-2 BLK –0,5 – 1 V Laufender Motor
Stromversorgung (Abb. A)
ECM-Masse fĂĽr Motormasse
C42-3 BLK/ORN –0,5 – 1 V Laufender Motor
Stromversorgung (Abb. A)
Motormasse
C42-10 ORN Masse für ECT-fühler –0,5 – 1 V Laufender Motor
(Abb. A)
0,71 – 0,75 V
Kühlmitteltemperatur bei ca. 80°C bei laufendem Motor
(298 – 320 Ω)
ECT-fühler, Eingangs- Motormasse Kühlmitteltemperatur bei ca. 110°C bei laufendem
C42-14 LT GRN
spannung (Abb. B) 0,35 – 0,37 V Motor. Falls die Temperatur über 112,5°C liegt, müssen
(135 –144 Ω) Kompressor und Kondensator-Kühlerlüfter stoppen
(erneutes Starten bei unter 110°C).
2,09 – 2,17 V Verdampferthermistortemperatur bei ca. 25°C bei lau-
(1940 –2060 Ω) fendem Motor
A/C-Verdampfertem-
Motormasse A/C-Verdampferthermistor bei ca. 0°C bei laufendem
G02-1 WHT/BLK peraturfĂĽhler, Ein-
(Abb. B) 3,52 – 3,59 V Motor. Falls die Temperatur unter ca. 2,5°C liegt, müs-
gangsspannung
(6450 –6859 Ω) sen Kompressor und Kondensator-Kühlerlüfter stoppen
(erneutes Starten bei über ca. 4°C).
Sensormasse fĂĽr A/C-
Motormasse
G02-14 ORN Verdampfertempera- –0,5 – 1 V Laufender Motor
(Abb. A)
turfĂĽhler
Gebläsemotorschalter auf “ML”, “MH” oder “H” bei lau-
0–1V
fendem Motor
Gebläsedrehzahl, Ein- Motormasse
G02-13 PNK/BLU 4 –7 V Gebläsemotorschalter auf “L” bei laufendem Motor
gangsspannung (Abb. B)
Gebläsemotorschalter auf OFF geschaltet bei laufen-
10 – 14 V
dem Motor
--- Page 7 ---
VORDERRADSPUR 3A-1
ABSCHNITT 3A
VORDERRADSPUR
ZUR BEACHTUNG:
Für Wartungspunkte mit Sternchen (*) im unten stehenden “INHALT” siehe den gleichnamigen Abschnitt
des Werkstatthandbuchs im “VORWORT” dieses Handbuchs.
3A
INHALT
Allgemeines......................................................... 3A-2 Diagnose ..............................................................3A-3
Spureinstellung ................................................. 3A-2 Diagnosetabelle ...................................................... *
Sturz.................................................................. 3A-3 PrĂĽfungen vor der Einstellung der Vorderradspur .. *
Vorderradspur-Einstelldaten Spurausrichtung ...................................................... *
(Bezugswerte)......................................................... * PrĂĽfung und Einstellung von Sturz und Nachlauf ... *
Nachlauf (Bezugswerte).................................... 3A-3 PrĂĽfung und Einstellung des Lenkwinkels ........ 3A-3
Seitlicher Schlupf (Bezugswerte) ...................... 3A-4
--- Page 8 ---
MANUELLE ZAHNSTANGENLENKUNG 3B-7
4) Die Manschette vorschriftsmäßig in die entsprechenden Nuten
an Zahnstangengehäuse und Spurstange (4) einsetzen und mit
der groĂźen (1) und kleinen (3) Schelle befestigen.
Der neue Befestigungsdraht sollte zweimal um die Manschette
geschlungen werden. Dann die beiden Drahtenden zusammen-
drehen. Die zusammengedrehten Drahtenden in Richtung des
Drahts umbiegen.
Danach sicherstellen, dass die Manschette weder verdreht
noch eingebeult ist.
[A]: auĂźer Sportmodell
[B]: Sportmodell
2. Gummilager des Zahnstangengehäuses
“A”: Hier Fett auftragen.
5) Die Spurstangenkopf-Sicherungsmutter und den Spurstan-
genkopf an der Spurstange anmontieren.
Die Sicherungsmutter festziehen, bis sie mit der beim Ausbau
angebrachten Markierung (1) fluchtet.
ZUR BEACHTUNG:
Wurde der Spurstangenkopf ausgetauscht, die Länge “b”
am alten Spurstangenkopf ausmessen und als Bezugsgröße
fĂĽr den Einbau der Sicherungsmutter zugrunde legen.
6) Das Lenkgetriebegehäuse wie unter “Manuelle Zahnstangen-
lenkung” in diesem Abschnitt einbauen.
Zahnstangen-DruckstĂĽck
Einbau
1) Den Zahnstangen-Kontakt-/Gleitbereich des DruckstĂĽcks leicht
einfetten.
Fett: 99000-25050
2) Das DruckstĂĽck (3), die DruckstĂĽckfeder (2) und die Druck-
stĂĽck-Vorspannschraube (1) entsprechend der abgebildeten
Ausrichtung in das Gehäuse einsetzen. Die Druckstück-Vors-
pannschraube mit dem angegebenen Anzugsmoment festzie-
hen.
Anzugsmoment
DruckstĂĽck-Vorspannschraube (a): 12 Nm (1,2 kpm)
--- Page 9 ---
VORDERRADAUFHÄNGUNG 3D-1
ABSCHNITT 3D
VORDERRADAUFHÄNGUNG
ZUR BEACHTUNG:
• Alle Befestigungsteile der Vorderradaufhängung wie Schrauben, Muttern usw. wirken sich auf die Ver-
kehrssicherheit aus und haben einen grundlegenden Einfluss auf die Funktion der Systemkomponenten.
Eine unsachgemäße Montage oder unzureichende Befestigung kann zudem Reparaturen mit erheblichen
Kosten verursachen. Daher dĂĽrfen Befestigungsteile nur gegen solche mit gleicher Teilenummer bzw.
gleichwertige Teile ausgetauscht werden. Keinesfalls Ersatzteile minderer Qualität oder abweichender
AusfĂĽhrung verwenden. Alle Teile sind mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment anzuschrauben, um
einen sicheren Sitz und eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. 3D
• Bauteile der Vorderradaufhängung keinesfalls thermoformen oder durch Strecken ausrichten. Dies
würde das Bauteil beschädigen. Mangelhafte Teile sind stets durch Neuteile zu ersetzen.
• Für Wartungspunkte mit Sternchen (*) im unten stehenden “INHALT” siehe den gleichnamigen Abschnitt
des Werkstatthandbuchs im “VORWORT” dieses Handbuchs.
INHALT
Allgemeines ........................................................ 3D-2 ĂśberprĂĽfung von Felge, Radmuttern und
Vorderradaufhängung, Bauteile ....................... 3D-2 Lager ...................................................................... *
Diagnose ................................................................... * Wartungsarbeiten am Fahrzeug ....................... 3D-3
ĂśberprĂĽfung des Stabilisators und/oder der Federbein ......................................................... 3D-3
Buchsen ................................................................. * Stabilisator und/oder Buchsen ............................... *
ĂśberprĂĽfung des Federbeins ................................. * Radnabe und Achsschenkel ............................ 3D-5
PrĂĽfung der Querlenker/Achsschenkel .................. * Querlenker/Buchse ................................................ *
Überprüfung der Querlenkerbuchse ...................... * Achsträger (Sportmodell) ................................. 3D-9
ĂśberprĂĽfung der Querlenker-Kugelgelenke ........... * Vorgeschriebene Anzugsmomente ................ 3D-10
ĂśberprĂĽfung der Befestigungsteile der Erforderliche Wartungsmaterialien ................ 3D-10
Vorderradaufhängung ............................................ * Spezialwerkzeug .............................................. 3D-11
--- Page 10 ---
VORDERRADAUFHÄNGUNG 3D-11
Spezialwerkzeug
09900-00411 09900-00414 09913-65210 09913-75520
Sechskant-Stecknuss Stecknussgriff 6 mm Spurstangenkopf-Abzieher Lagereinbauwerkzeug
09913-75810 09942-15511 09943-17912 09943-77910
Lagereinbauwerkzeug Zughammer Radnabenabzieher Buchsenabzieher
09945-26010 09925-88210 09913-75510 09913-61110
Stecknuss 17 mm Lagerabzieher, Adapter Lagereinbauwerkzeug Lagerabzieher
(Sportmodell)
--- Page 11 ---
HINTERRADAUFHÄNGUNG 3E-9
Hinterachse (2WD-Fahrzeuge, auĂźer Sportmo-
dell)
Einbau
Die ausgebauten Teile in umgekehrter Reihenfolge wieder einbauen.
Dabei folgende Punkte beachten:
1) Die Hinterachse auf einen Wagenheber platzieren.
Dann den Panhardstab an der Hinterachse anmontieren und
die Mutter provisorisch festziehen.
2) Die Längslenker (1) (rechts und links) mit der gezeigten Aus-
richtung an der Hinterachse anmontieren.
Die hinteren Muttern (2) der Längslenker zunächst nur proviso-
risch festdrehen.
A: Fahrzeug-AuĂźenseite
B: Karosseriemitte
3) Die Schraubenfedern (1) (rechts und links) in die Federsitze (2)
der Hinterachse einsetzen und die Hinterachse anheben.
ZUR BEACHTUNG:
Die Schraubenfeder verfĂĽgt an beiden Enden ĂĽber unter-
schiedliche Durchmesser.
Die Schraubenfeder mit der breiteren Windung nach unten
einsetzen und das offene Federende (3) mit dem abgestuf-
ten Teil (4) des Federsitzes wie abgebildet ausrichten.
A : oben
4) Die Stoßdämpfer (1) unten an der Hinterachse anmontieren
(rechts und links).
Die unteren Stoßdämpfer-Halteschrauben (2) zunächst nur pro-
visorisch festdrehen.
5) Den Wagenheber unter der Hinterachse entfernen.
6) Die Passflächen von Hinterachse und Bremsträgerplatte (rechts
und links) wie abgebildet mit wasserfestem Dichtmittel bestrei-
chen.
“A”: Dichtmittel 99000-31090
--- Page 12 ---
HINTERRADAUFHÄNGUNG 3E-19
4) Die Länge der Achswelle messen.
Hinterachswellenlänge “a”
Rechte Welle : 657,5 mm
Linke Welle : 785,5 mm
5) Den Wellendichtring gemäß “Hinterachs-Wellendichtring (4WD-
Fahrzeuge)” in diesem Abschnitt einbauen.
6) Die Dichtlippe des Hinterachs-Wellendichtrings (1) wie abgebil-
det mit Fett bestreichen.
“A”: Fett 99000-25010
7) Die Kontaktfläche zwischen Hinterachsgehäuse (2) und Brems-
trägerplatte mit Dichtmittel bestreichen.
ZUR BEACHTUNG:
Vor dem Auftrag des Dichtmittels unbedingt alle alten Dicht-
mittelreste entfernen.
“B”: Dichtmittel 99000-31090
8) Die Hinterachswelle in das Achsgehäuse einsetzen und die
Schrauben der Bremsträgerplatte mit dem vorgeschriebenen
Anzugsmoment festziehen.
ZUR BEACHTUNG:
Beim Einbau der Hinterachswelle aufpassen, dass die Dicht-
ringlippe im Hinterachsgehäuse nicht beschädigt wird.
Anzugsmoment
Bremsträgerplatten-Halteschraube (a) : 23 Nm (2,3 kpm)
9) Die Bremsleitung an den Radbremszylinder anschlieĂźen und
die Ăśberwurfmutter mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment
festziehen.
Anzugsmoment
Bremsleitungs-Ăśberwurfmutter (b): 16 Nm (1,6 kpm)
10) Das Hinterachsgehäuse (Differentialgehäuse) mit dem vorge-
schriebenen Getriebeöl füllen. Einzelheiten zum Auffüllen siehe
Abschnitt 7F.
11) Die Bremstrommel einbauen. Einzelheiten siehe unter “Brem-
strommel” in Abschnitt 5.
--- Page 13 ---
RÄDER UND REIFEN 3F-3
Wartung und kleinere Korrekturen
Wartung der Reifen
Umsetzen von Rädern (außer Sportmodell)
Um gleichmäßigen Reifenverschleiß zu gewährleisten, müssen die
Räder entsprechend der nebenstehenden Abbildung umgesetzt wer-
den. Radialreifen sollten regelmäßig umgesetzt werden. Den Reifen-
fĂĽlldruck entsprechend korrigieren.
ZUR BEACHTUNG:
Aufgrund ihres Aufbaus tendieren Radialreifen zu einer
schnelleren Abnutzung im Bereich der Reifenschulter. Dies
trifft vor allem für die Vorderräder zu. Eine regelmäßige
Umsetzung wird daher besonders angeraten.
[A]: Umsetzen mit 5 Rädern
[B]: Umsetzen mit 4 Rädern
LH: Linkslenkung
RH: Rechtslenkung
Umsetzen von Rädern (Sportmodell)
Um gleichmäßigen Reifenverschleiß zu gewährleisten, müssen die
Räder entsprechend der nebenstehenden Abbildung umgesetzt wer-
den. Radialreifen sollten regelmäßig umgesetzt werden. Den Reifen-
fĂĽlldruck entsprechend korrigieren.
ZUR BEACHTUNG:
Aufgrund ihres Aufbaus tendieren Radialreifen zu einer
schnelleren Abnutzung im Bereich der Reifenschulter. Dies
trifft vor allem für die Vorderräder zu. Eine regelmäßige
Umsetzung wird daher besonders angeraten.
[C]: Umsetzen mit 4 Rädern
FĂĽr dieses Modell mĂĽssen Reifen mit einer festgelegten Rotation-
srichtung verwendet werden. Diese wird durch die Rotationsmarki-
erung (1) in der Innenseite jedes Reifens angezeigt.
Beim Aufziehen der Reifen sicherstellen, dass die Rotationsmarki-
erung (1) nach vorne gerichtet ist.
2. Linker Reifen
3. Nach vorn
--- Page 14 ---
VORDERACHSWELLE 4A-9
Zusammenbau
FĂĽr Laufsterngelenk
Anhand bekannter Mängel und bei der Sichtprüfung der Bauteile
entdeckter Defekte die erforderlichen Ersatzteile auswählen und
zurechtlegen und mit dem Zusammenbau beginnen.
Sicherstellen, dass das radseitige Gelenk (1) und das Gehäuse des
Laufsterngelenks (2) gründlich gesäubert und anschließend mit
Druckluft trockengeblasen wird. Die Manschetten (3) sind bei einer
Wiederverwendung mit einem Lappen zu säubern.
VORSICHT:
• Die Manschetten keinesfalls mit fettlösenden Mitteln wie
Benzin, Petroleum usw. reinigen. Diese wĂĽrden die Mans-
chetten angreifen.
• Damit die Gelenke wie vorgesehen funktionieren, muss
beim Einfetten die jeweils vorgeschriebene Fettsorte
(Auswahl aus zwei unterschiedlichen Sorten) sowie die
angegebene Fettmenge beachtet werden. Die Fettsorten
lassen sich wie folgt unterscheiden:
“A”: dunkelgraues Fett (ca. 60 – 80 g)
“B”: orangefarbenes Fett (ca. 85 – 105 g)
[A]: Radseite
[B]: Differenzialseite
1) Die zerlegten Teile reinigen (Manschetten ausgenommen).
Nach dem Reinigen die Bauteile mit Pressluft vollständig trock-
enblasen.
2) Manschetten mit einem Lappen säubern.
3) Das radseitige Gelenk einfetten. Das dem radseitigen Mans-
chettensatz beigelegte und vorgeschriebene Tubenfett ver-
wenden.
4) Die radseitige Manschette auf die Welle schieben.
5) Die Manschette mit dem vorgeschriebenen Fett fĂĽllen und mit
den Schellen (1) befestigen.
VORSICHT:
• Die Manschettenschellen gegen die Drehrichtung (A)
umbiegen.
• Die Manschette beim Anbringen der Schellen nicht ein-
quetschen oder verdrehen.
Das Verdrehen und Zusammenpressen könnte die Leb-
ensdauer der Manschette herabsetzen.
--- Page 15 ---
BREMSEN 5-3
Allgemeines
AuĂźer Sportmodell
Durch DrĂĽcken des Bremspedals baut sich im Hauptbremszylinder ein hydraulischer Druck auf, der die Radzylin-
derkolben (zwei vorn und vier hinten) betätigt.
Der Hauptbremszylinder ist als Tandemzylinder ausgelegt. An ihm sind die Bremsleitungen des Zweikreissystems
angeschlossen. Ein Bremskreis verbindet die rechte Vorderrad- mit der linken Hinterradbremse und der andere
steuert die linke Vorderrad- und die rechte Hinterradbremse.
Beim Fahrzeug ohne ABS ist der lastabhängige Bremskraftverteiler (LSPV) bzw. das Bremskraftregelventil (P-Ventil)
in diese Bremskreise zwischen dem Hauptbremszylinder und den Hinterradbremsen integriert.
Bei diesem Bremssystem sind die Vorderräder mit Scheibenbremsen und die Hinterräder mit Trommelbremsen (Auf-/
Ablaufbacken) ausgerĂĽstet.
Die Feststellbremse wird mechanisch betätigt. Sie wirkt über einen Seilzug und ein Gestänge ausschließlich auf die
Hinterräder. Feststell- und Fußbremse betätigen dieselben Bremsbacken.
Sportmodell
Durch DrĂĽcken des Bremspedals baut sich im Hauptbremszylinder ein hydraulischer Druck auf, der die Radzylin-
derkolben (zwei vorn und hinten) betätigt.
Der Hauptbremszylinder ist als Tandemzylinder ausgelegt. An ihm sind die Bremsleitungen des Zweikreissystems
angeschlossen. Ein Bremskreis verbindet die rechte Vorderrad- mit der linken Hinterradbremse und der andere
steuert die linke Vorderrad- und die rechte Hinterradbremse.
Das Bremskraftregelventil (P-Ventil) sitzt in diesen Bremskreisen zwischen dem Hauptbremszylinder und den Hinter-
radbremsen.
Bei diesem Bremssystem sind die Vorder- und Hinterräder mit Scheibenbremsen ausgerüstet.
Die Feststellbremse wird mechanisch betätigt. Sie wirkt über einen Seilzug und ein Gestänge ausschließlich auf die
Hinterräder. Feststell- und Fußbremse betätigen dieselben Bremsklötze.
--- Page 16 ---
BREMSEN 5-13
FĂĽhrungsbolzen
Sicherstellen, dass sich der FĂĽhrungsbolzen wie abgebildet leicht-
gängig bewegt.
Bei Mängeln korrigieren oder austauschen.
Gummischmierfett auf die Außenfläche des Führungsbolzens auftra-
gen. Das verwendete Gummischmierfett muss eine Viskosität haben,
die bis zu einer Temperatur von –40 °C nicht beeinträchtigt wird.
Zusammenbau
VORSICHT:
• Vor dem Einbau alle Teile gründlich mit derselben Brems-
flüssigkeit wie im Ausgleichsbehälter des Hauptbremszy-
linders reinigen.
• Keinesfalls für diesen Zweck eine andere Flüssigkeit oder
VerdĂĽnner verwenden.
1) Den Führungsbolzen in den Bremssattelträger einsetzen.
VORSICHT:
Vor der Montage des Bremssattels am Träger den Führungs-
bolzen mit Fett bestreichen, in die Bohrung des Bremssat-
telträgers einführen und auf Leichtgängigkeit in
Druckrichtung prĂĽfen.
“A”: Gummischmierfett
2) Kolbendichtring auf den Bremssattel aufsetzen.
VORSICHT:
• Kolbendichtring vor dem Einbau in den Zylinder mit
BremsflĂĽssigkeit benetzen.
• Einen neuen Kolbendichtring ohne Verdrehen in die Zylin-
dernut einpassen.
3) Vor dem Einsetzen des Kolbens (2) in den Zylinder wie abgebil-
det die Manschette (1) am Kolben anbringen.
“A”: Seite mit 1 Nut zum Zylinder ausrichten.
“B” “A”
“B”: Seite mit 2 Nuten zum Bremsklotz ausrichten.
--- Page 17 ---
BREMSEN 5-23
4) Die Buchsen-Topfdichtung (1) von der Buchse (2) abziehen.
VORSICHT:
Keinesfalls das Buchseninnere beschädigen.
Bei Beschädigung die Baugruppe des Primärkolbens aus-
tauschen.
Spezialwerkzeug
(A): 09900-06106
5) Die Buchsen-Topfdichtung (3) und den O-Ring (2) wie abgebil-
det auf die Buchse (1) setzen.
ZUR BEACHTUNG:
• Der Durchmesser von Buchsen-Topfdichtung und O-Ring
ist geringer als der Durchmesser der Kappe.
• Der O-Ring ist identisch mit dem O-Ring der Kappe,
jedoch etwas größer.
6) Die Nase (1) der Buchse mit der Aussparung (2) des Zylin-
dergehäuses fluchten und die Buchsenbaugruppe einsetzen.
7) Die Topfdichtung (1) und Beilegscheibe (2) wie abgebildet aus-
richten und anbringen.
ZUR BEACHTUNG:
• Die Topfdichtungen von Primär- und Sekundärkolben
sind identisch.
• Die Topfdichtung des Primärkolbens hat einen größeren
Durchmesser als die Topfdichtungen der Buchse und
Kappe.
8) Die Topfdichtung (1) der Kappe vorsichtig abnehmen, damit die
Innenseite der Kappe (2) nicht beschädigt wird.
9) Die Topfdichtung und die O-Ringe (3) wie abgebildet ausrichten
und an der Kappe anbringen.
--- Page 18 ---
BREMSEN 5-33
Erforderliche Wartungsmaterialien
Empfohlenes SUZUKI-Produkt
Material Verwendung
(Teilenummer)
Bremsflüssigkeit DOT 3 • Zum Auffüllen des Hauptbremszylinder-Aus-
gleichbehälters
• Zum Reinigen und Benetzen der Innenteile von
Bremssattel und Radzylinder bei deren Zerle-
gung
Wasserfester Kleber SEALING COMPOUND 366E • Zum Auftragen auf den Passflächenbereich von
(99000-31090) Bremsträgerplatte und Hinterachse (2WD-Fahr-
zeuge) bzw. Hinterachsgehäuse (4WD-Fahr-
zeuge)
• Zum Auftragen auf die Passflächen von Brems-
trägerplatte und Feststellbremszug
Gummischmierfett Das verwendete Gummischmierfett • Zum Auftragen auf den Führungsbolzen des
muss eine Viskosität haben, die bis zu Bremssattelträgers
einer Temperatur von –40 °C nicht
beeinträchtigt wird.
Spezialwerkzeug
09900-06106 09900-20607 09900-20701 09942-15511
Sicherungsringzange Feinzeiger Feinzeiger-Montagestän- Zughammer
der
09943-17912 09951-18220 09952-16021 09952-46010
Bremstrommelabzieher Einbau-Werkzeugsatz fĂĽr Einsteller fĂĽr Kolbenstange Adapter fĂĽr Hauptbremszy-
(Vorderradnabenabzieher) Topfdichtung des Sekun- des Bremskraftverstärkers linder
därkolbens
(auĂźer Sportmodell)
--- Page 19 ---
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 5E-9
7) Bei ausgeschalteter Zündung das SUZUKI-Testgerät mit dem
DatenĂĽbertragungsanschluss (DLC) verbinden.
Spezialwerkzeug
(A): SUZUKI-Testgerät
8) Die ZĂĽndung auf ON drehen und den Bremskraftregler mit Hilfe
der Funktion “Hydraulic Control Test” unter Testmodus “Miscel-
laneous Test” (“MISC. Test”) des SUZUKI-Testgeräts auf ein-
wandfreie Funktion prüfen. Die auf dem SUZUKI-Testgerät
angezeigten Anweisungen befolgen.
ZUR BEACHTUNG:
Näheres hierzu ist der Bedienungsanleitung des SUZUKI-
Testgeräts zu entnehmen.
(A)
9) Sicherstellen, dass sich alle Räder drehen, wenn nur für kurze
Zeit (ca. 0,5 Sekunden lang) keine Bremskraft einwirkt.
10) Werden während des Arbeitschritts 9) Mängel gefunden, das
ABS-Hydraulik-/Steuermodul austauschen.
11) Die Zündung ausschalten und das SUZUKI-Testgerät vom
DatenĂĽbertragungsanschluss (DLC) abklemmen.
Impulsgeberring des Hinterrad-Drehzahlsen-
sors (Sportmodell)
Ausbau
1) Den Hinterrad-Drehzahlsensor vom Hinterachsgehäuse
abmontieren.
2) Die Hinterrad-Bremsscheibe gemäß “Hinterrad-Bremsscheibe”